Das Office-Eye Syndrom

Augenbeschwerden mit brennenden, trockenen Augen werden immer populärer. Mediziner sprechen von dem Office-Eye Syndrom – durch die heutzutage vermehrte Arbeit am Bildschirm tritt dieses Syndrom bei vielen Patienten auf. Besonders ärgerlich sind ständig tränende und juckende Augen, wenn man viel Wert auf ein schönes Augen-Make-up legt. Verschiedene Symptome und Therapieansätze werden in diesem Artikel vorgestellt.

Augentropfen werden in ein blaues Auge geträufelt.

Symptome Office-Eye

Bei dieser Form von Augenbeschwerden kommt es zu geröteten, trockenen Augen und die Betroffenen haben oftmals das Gefühl einen Fremdkörper im Auge zu haben, ohne dass das der Fall wäre. Entstehen durch eine überdurchschnittliche häufige Arbeit am Monitor trockenen Augen, äußert sich das in der Regel wiederum durch tränende Augen. Gerade durch das konzentrierte „Stieren“ auf einen Bildschirm, wird oftmals vergessen zu blinzeln. Durch diesen starren Blick wird der Tränenfilm nicht mehr regelmäßig über der Augenoberfläche verteilt, das ist aber wichtig, denn so entsteht eine Schutzschicht gegen Schmutz und Krankheitserreger. Bei einer verminderten Lidschlagfrequenz verdampft die Tränenflüssigkeit zu schnell und läuft über den Lidrand ab. Zudem können in dem System des dreischichtigen Tränenfilms (Muzinschicht, wässrige Schicht, Lipidschicht) Defekte in der dritten Schicht auftreten. Dadurch bilden sich trockene Stellen auf der Augenoberfläche, was wiederum das Gefühl eines Fremdkörpers verursacht. Ebenso Ermüdung und verschwommenes Sehen können daraus resultieren.

Augentropfen können bei Beschwerden helfen. © Max Tactic – Fotolia.com

Ursachen

Wie bereits in den Symptomen beschrieben ist das Office-Eye Syndrom oft Ursache von Bildschirmarbeit. Aber es gibt auch andere Auslöser trockener, tränender Augen – wie zum Beispiel folgende:

Heilung

Die besten Heilungschancen bestehen durch eine Einschränkung der übermäßigen Arbeit am Bildschirm. Jedoch ist das oft kaum möglich, da bereits im Studium ein Laptop zu den wichtigsten Arbeitsutensilien zählt. Ebenso Smartphones und Tablet-PCs tragen zum vermehrten Auftreten des Office-Eye Syndroms bei, denn die Arbeit an Monitoren gehört allmählich zum Alltag. Ist dann zu Hause noch der Fernseher bis spät in die Nacht in Betrieb, ist die Wahrscheinlichkeit mehr als hoch an diesem Syndrom zu erkranken. Deswegen sollte versucht werden das Auge systematisch zu entlasten, ansonsten können die Beschwerden chronisch werden. Folgende Tipps sollten beherzigt werden:

  • Pausen am Bildschirm mit bewusstem Wegschauen
  • Augengymnastik zwischendurch (Blinzelübungen, Augenyoga usw.)
  • Regelmäßig Lüften
  • Bildschirmeinstellung optimieren: leichtes Herabblicken auf den Monitor und Blenden des Bildschirms durch Lichtquelle vermeiden
  • Liposomale Augensprays

Darüber hinaus haben Wissenschaftler bereits Monitore entwickelt, welche die Arbeitenden an das regelmäßige Blinzeln erinnern.