Knoten in der Brust: Was tun? – Ursachen, Diagnose und Behandlung

Knoten in der brust können ertastet werden. Wie das am besten geht, kann der Frauenarzt erklären.

Frauen werden in vielen Fällen durch Zufall auf einen Knoten in der Brust aufmerksam. Dann ist die Angst vor der Diagnose Brustkrebs groß – doch nicht jeder Knoten muss bösartig sein. Im Folgenden werden mögliche Ursachen von einem Knoten in der Brust vorgestellt.

Abbildung: Professionelles Abtasten der Brust kann erlernt werden – dann können Knoten schnell entdeckt werden. © Fotowerk – Fotolia.com

Gutartige Knoten

In den meisten Fällen sind Knoten in der Brust tatsächlich gutartig, vor allem bei jüngeren Frauen. Außerdem muss ein solcher gutartiger Tumor nicht anzeigen, dass das Brustkrebsrisiko erhöht ist. Grundsätzlich sollte stets der Frauenarzt abklären, um was für eine Veränderung es sich tatsächlich handelt. Es gibt einige Faktoren, die einen gutartigen Knoten identifizieren können: Eine gutartige Geschwulst ist beim Abtasten gut abgrenzbar, weist eine glatte Oberfläche auf und ist innerhalb des Gewebes verschiebbar.
Einige mögliche Ursachen für Knoten in der Brust können sein:

  • Brustentzündung
  • Anstehende Regelblutung
  • Schwangerschaft, Stillen
  • Zysten
  • Brustinfektion
  • Fettgewebsnekrose durch eine Verletzung

Die häufigsten Knoten in der Brust sind übrigens Fibroadenome bei jüngeren Frauen oder Frauen kurz vor den Wechseljahren. Es handelt sich dabei um gutartige Geschwülste aus gewuchertem Bindegewebe. Ein solcher Tumor verändert sich in der Regel nicht zu einer bösartigen Variante.

Bösartige Knoten

Inwiefern die Tendenz zu bösartigen Knoten bzw. Brustkrebs besteht, können bereits noch gutartige Veränderungen in der Brust anzeigen. Dabei handelt es sich um Zwischenstufen, die fachmedizinisch als Risikoindikatoren bezeichnet werden. Es handelt sich dabei quasi um eine Vorstufe von Krebs, die ein erhöhtes Risiko zu dieser Erkrankung anzeigt. Ebenso können sich gutartige Knoten in bösartige umwandeln, weshalb ein Knoten in der Brust immer unter besonderer Beobachtung steht.

Die Diagnose

Bei einem Brustknoten wird der Frauenarzt zunächst beide Brüste sowie die Lymphknoten in der Region der Achselhöhlen abtasten.
Durch Mammografie oder Magnetresonanztomografie kann ein gutartiger oder bösartiger Tumor identifiziert werden. Eine Mammografie kann z. B. leichte Verkalkungen des Gewebes feststellen. Dieser so genannte Mikrokalk kann bereits ein Hinweis auf eine Vorstufe von Brustkrebs sein. Eine endgültige, eindeutige Diagnose kann durch eine Gewebeprobe (Biopsie) gestellt werden.

Behandlung

Je nachdem um welche Diagnose es sich handelt, fällt die Behandlung aus. Gutartige Knoten werden grundsätzlich beobachtet und kontrolliert. Eine Zyste kann punktiert werden und Geschwülste können entfernt werden, z. B. mittels Biopsie. Handelt es sich um Brustkrebs fällt die Behandlung natürlich weitaus schwerwiegender aus und eine Operation ist in vielen Fällen unumgänglich. Bei brusterhaltenden OPs ist anschießend oft eine Strahlentherapie notwendig. Ebenso können Anti-Hormon-Behandlung und Antikörper-Therapie anfallen.